Nikolaus Radvila

Nikolaus Radvila

Auch der Sohn des Nikolaus Oscikowisz bzw. Astikas hieß Nikolaus. Diese Praxis der Namensgebung sollte auch in den nächsten Generationen fortgeführt werden und bis heute zur Verwirrung vieler führen, die sich mit der Geschichte des Hauses Radziwill beschäftigen. Aber auch die Radziwills hatten so einige Mühe ihre Vorfahren mit dem Namen Nikolaus auseinanderzuhalten. Lange Zeit gab es einen Nikolaus, genannt Stary, in den Ahnentafeln der polnischen Radziwills, der als Methusalem aufgrund seines hohen Alters in die Geschichtsbücher einging. Dabei wurde übersehen, dass 1477 der Machtwechsel innerhalb der Radziwillfamilie stattfand.

Nikolaus Astikas, der Sohn von Kristinas Astikas, starb und Nikolaus Astikas II, Nikolaus Oscikowisz II, übernahm die Führung des Hauses Radziwill. Seine Brüder erhielten lukrative politische Posten.

Nikolaus Oscikowisz II, war wie sein Vater ein wichtiges Mitglied im Großfürstlichen Rat. Im Todesjahr seines Vaters 1477, wählte er den heidnischen litauischen Vornamen seines Vaters Radvila  zum Nachnamen. Er hieß fortan Nikolaus Radvila. Er gelang ihm, auf die Erfolge seines Vaters aufzubauen und den Einfluss der Familie auszubauen. Für die Radvilaitis bzw. die Radvilos, wie sie noch heute in Litauen genannt werden, war dies ein Weg, der für das Haus Radziwill weiteren Aufstieg garantierte. Sie kamen in den Genuss weiterer Privilegien.