Die Oscikowiszfamilie

Ostik, geboren 1366

Oscik (Ostik), in Litauen auch Astikas genannt, wurde 1366 in Trakai in Hochlitauen als Sohn eines Kleinfürsten aus Hochlitauen geboren. Sein Bruder war Dargis. Ostik  war der treue Gefolgsmann des Großfürsten Witold von Litauen, Vytautas. Dessen Onkel war Jagaillo, der 1386 die ungarische Königstochter Hedwig in Krakau heiratete. Als polnischer König Wladislaus II. sollte er fortan Polens Zukunft in der Personalunion Polen-Litauen gestalten. 1386 trat der heidnische litauische Adel in Vilnius zur römisch – katholischen Religion über. Wenig später folgte das Volk.

Ostik und seine vier Söhne gehörten zu den litauischen Adligen, die sich 1386 römisch-katholisch taufen ließen. So ist es urkundlich verbürgt. Astikas hieß nun mit christlichen Vornamen Kristinas.

Kristinas Astikas, wie er in Litauen genannt wird, erhielt viele Schenkungen von seinem Großfürsten Vytautas. Es sind die Ländereien Kernave, Anyksciai, Uzpalai und Musninkai sowie Birzai,  die er seinem Sohn nach seinem Tod vererbte. Als Kastellan von Uzaliai und später von Vilnius, als Amtsträger, der die herrschaftliche Macht in den Burgbezirken vertrat, war es seine Aufgabe, sich mit Militärfragen zu beschäftigen, die Güter des Großfürsten zu verwalten und Recht zu sprechen. Dieses Amt lohnte sich, denn damit war er stimmberechtigtes Mitglied im großfürstlichen Rat.

Das Wappen Trabi
Wappen Trabi

1413 waren die Radvilaitis  in die polnische Wappengemeinschaft  Trabi aufgenommen wurden, quasi adoptiert worden. Mit der Adoption hatte sich Litauen Polen angeglichen und die Würden der „Räte“ eingeführt (Enno Meyer 1977:35).